Elektroauto Technik



Elektroautos Ladestationen und Infrastruktur

Aufgrund der Ladegeräte lässt sich mittlerweile jedes Elektrofahrzeug auch zu Hause über die Steckdose laden. Vollgeladene Akkubatterien kommen auf eine Reichweite von 30 bis 120 Kilometern. Wer längere Strecken zurücklegen möchte, ist auf Ladestationen angewiesen. Die Infrastruktur besteht bisher jedoch nur aus einem dünnen Netz vereinzelter öffentlicher Ladestellen.


Allerdings sind gerade in den letzten zwei bis drei Jahren viele Projekte und Modelle entstanden, die sich konkret mit dem Aufbau einer Infrastruktur für Ladestationen auseinander setzen. Vorreiter auf diesem Gebiet war in Europa der Elektromobil Club der Schweiz. Das Projekt Park & Charge ging nach dreijähriger Testphase bereits schon 1995 in den regulären Betrieb. Mittlerweile gibt es in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland und Italien fast 300 Niederlassungen von Park & Charge. Für den Endverbraucher stellt in erster Linie die Ladezeit ein Problem dar. Bei einer anstehenden Fahrt von rund 200 Kilometern, müsste die Strecke mindestens einmal durch eine stundenlange Landezeit unterbrochen werden. Einzige Ausnahme sind hierbei Fahrzeuge die für Gleichspannung vorbereitet sind und durch eine Schnellladung innerhalb von 30 Minuten auf 80% Batteriekapazität gebracht werden können. Mit dem Problem der Ladezeiten beschäftigt sich unter anderem die Firma Better Place. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und möchte eine flächendeckende Infrastruktur für Ladestationen aufbauen. Verträge wurden bisher mit Partnern in Israel und Dänemark abgeschlossen. Zeitgleich entwickelt und erprobt das Unternehmen Wechselstationen für Akkubatterien, bei denen eine lange Landezeit entfallen würde. Ein dreimonatiger Feldversuch mit zwei Wechselstationen und drei Fahrzeugen startete im Mai 2010 in Tokio.


Eine andere Überlegung ist statt den herkömmlichen Ladestationen auf Induktion zu setzen. Dadurch könnten beispielsweise auf langen Strecken die Akkubatterien berührungsfrei geladen werden. Bisher wurde diese Technik hauptsächlich in industriellen Betrieben eingesetzt. 2010 startete das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Forschungsprojekt zum induktiven Laden von Elektroautos. Ziel ist es bei dem Ladesystem einen hohen Wirkungsgrad zu erreichen und die benötigten Komponenten im Auto möglichst leicht, klein und günstig zu halten. Das Verbundprojekt mit dem Namen Kabeloses Laden entsteht in Zusammenarbeit mit der Daimler AG und der Conductix-Wampfler AG.


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