Ähnlich wie bei Akkumulatoren, kann ein Kondensator elektrische Ladung beziehungsweise Energie speichern und sie bei Bedarf abgeben. Er leistet also eine passive Arbeit. Ein Kondensator setzt sich aus mindestens zwei elektrisch leitenden Flächen (Elektroden) zusammen. Beide Flächen sind parallel zueinander angeordnet und durch das sogenannte Dielektrikum voneinander getrennt beziehungsweise isoliert. Dadurch ist es möglich die eine Elektrode positiv und die andere negativ aufzuladen. Die elektrische Ladung innerhalb eines Kondensators bezeichnet man als Farad. Das Prinzip von Kondensatoren wurde zuerst bei der Leidener Flasche (1745) entdeckt. Der erste Prototyp wurde 1775 von Allessandro Volta erfunden. Aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, ist das Bauelement in fast jedem elektrischen Gerät zu finden. Kondensatoren werden als Energiespeicher, frequenzabhängiger Widerstand, Wandler oder sogar Informationsspeicher und Sensor eingesetzt.
Im Automobilbau werden Kondensatoren häufig als Energiespeicher eingesetzt. Anders als bei den Akkus, sind sie in der Lage über einen kurzen Zeitraum eine sehr hohe Stromleistung abzugeben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sie innerhalb kurzer Zeit wieder aufladen kann. Bei herkömmlichen Fahrzeugen startet beispielweise eine Hochspannungs-Kondensatorzündung den Verbrennungsmotor.
Ein Kondensator bietet sich aber auch für den Einsatz bei einem Elektromotor an. Bei Lithium-Ionen-Akkus nimmt die Ladung gerade in Beschleunigungsphasen schnell ab. Kondensatoren können die Akkus zwar bisher noch nicht ersetzen, allerdings könnten sie sie unterstützen, um der Problematik bei den Beschleunigungsphasen entgegen zu wirken.