Der Opel Ampera gehört zu den unkonventionellen Elektroautos. Er wird zwar elektrisch angetrieben, verfügt aber zusätzlich über einen Verbrennungsmotor
als Range Extender (Reichweitenverlängerer). Ähnlich wie bei General Motors, setzt man auch beim Tochterunternehmen Opel auf diese ungewöhnliche Art des
Hybriden. Der Ampera ist technisch mit dem Chevrolet Volt identisch. GM stellte den Volt im Januar 2007 auf der North American International Auto Show vor
und brachte die Kompaktklasse im August 2010 als Serienmodell auf den amerikanischen Markt. Das Modell liegt umgerechnet bei einem Preis von ungefähr
32.000 Euro.
Das technisch identische Modell soll ab dem vierten Quartal 2011 als Opel Ampera auch über europäische Straßen rollen. Bereits seit November 2010 können
Interessenten sich für das Fahrzeug registrieren. Aktuell wird das Fahrzeugkonzept mit drei umgebauten Opel Meriva in Stuttgart und Karlsruhe getestet.
Das endgültige Serienmodell soll mit einem 110 kW (149 PS) starken Elektromotor mit 370 Nm ausgestattet sein. Da der Wagen rein elektrisch angetrieben wird,
steht ihm bereits schon im Stand das volle Drehmoment zur Verfügung. Innerhalb von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Ampera in neun Sekunden. Die
Höchstgeschwindigkeit gibt Opel mit 161 km/h an. Der Wagen fährt nahezu geräuschlos und benötigt auch kein Schaltgetriebe. Für die Stromversorgung sorgt eine
Lithium-Ionen-Batterie mit einer Energiereserve von 16 Kilowattstunden. Der T-förmige Akkublock befindet sich unter dem Fahrzeug und verläuft zwischen Fahrer,
Beifahrer und der Hinterachse.
Nach wie vor ist die Reichweite von Elektroautos für die Entwickler ein Problem. Mit Prototypen wurden zwar schon weit mehr als 100 Kilometer erreicht, im
alltäglichen Einsatz dürfte eine Reichweite von unter 100 Kilometern jedoch deutlich realistischer sein. Die Ursache sind weitere Stromverbraucher, wie zum
Beispiel die Scheibenwischanlage, Heizung, elektrische Fensterheber oder das Radio. Laut Opel beträgt die Reichweite des Ampera 60 Kilometer. Allerdings ist
das Auto mit einem sogenannten Range Extender ausgerüstet. Die Aufgabe der Reichweitenverlängerung übernimmt ein Verbrennungsmotor.
Der 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (82 PS) ist jedoch nicht mit den Achsen verbunden, sondern lädt den Akkublock gegebenenfalls auf. Nähern sich die
Batteriereserven dem Ende, springt der Motor an und versorgt die Batterien als mobiles Kraftwerk mit Strom. Dieser Vorgang kann auch während der Fahrt einsetzen,
die Fahrweise wird davon nicht beeinträchtigt. Der Treibstoffvorrat ermöglicht dem Ampera dadurch eine Gesamtreichweite von 500 Kilometern. Im Stand kann der
Lithium-Ionen-Akku an jeder üblichen 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Die Ladezeit für die genannte Reichweite von 60 Kilometern erfolgt innerhalb von
drei Stunden. Mit einem Starkstromanschluss verkürzt sich die Ladezeit auf ungefähr 90 Minuten. In der Grundausstattung kostet der Opel Ampera 42.900 Euro.