Elektroauto Hersteller: Opel

Gegründet wurde das Unternehmen von Adam Opel 1862 in Rüsselsheim. Ursprünglich wurden bei Opel ausschließlich Nähmaschinen hergestellt. Auf Drängen seiner Söhne, begann Opel 1886 zusätzlich die Produktion von Fahrrädern. Mit dem Automobilbau starteten die drei Söhne 1898. Von 1902 bis 1907 schloss das Unternehmen eine Kooperation mit dem französischen Automobilhersteller Darracq. In dieser Zeit entstanden neben dem ersten Vierzylinder (Opel-Darracq 30/32 PS) auch Eigenkonstruktionen von Opel. 1924 führte das Unternehmen im Werk in Rüsselsheim Fließbänder ein und konnte dadurch deutlich günstiger produzieren. Vier Jahre später hatte Opel bereits über 42.000 Fahrzeuge hergestellt und einen Marktanteil von 27,5 Prozent. Im März 1929 verkauften die Söhne Wilhelm und Friedrich Opel 80 Prozent der Anteile an den Automobilkonzern General Motors (GM). 1931 ging das Unternehmen dann vollständig an GM. Der Name Opel wurde aber beibehalten. 1940 stellte Opel die Produktion von zivilen Fahrzeugen auf Anordnung der nationalsozialistischen Regierung ein und wurde 1942 sogar betriebswirtschaftlich von General Motors als Vermögenswert in Feindeshand abgeschrieben. Die ersten Automobile wurden erst wieder Mitte 1946 hergestellt.


Die Jahre zwischen 1960 und 1980 gehörten zu den erfolgreichsten in der Unternehmensgeschichte. Mit Modellen wie dem Admiral, Diplomat, Kadett, Ascona und Manta wurde Opel zum zweitgrößten deutschen Automobilhersteller beziehungsweise führte den Markt mit einigen Klassen sogar an. Ab 1980 sinken die Umsätze und Opel schließt das Geschäftsjahr mit roten Zahlen ab. Ende der 1980er kommt es aufgrund von Sparmaßnahmen immer häufiger zu Qualitätsproblemen und Rückrufaktionen des Unternehmens. Nach wie vor leidet das Unternehmen an der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009. Zwischenzeitlich entschied sich General Motors sogar für den Verkauf vom Opel, zog dann aber doch die Sanierung des deutschen Unternehmens vor. Zuletzt machte Opel 2010 vor allem durch die lebenslange Garantie bei Neufahrzeugen von sich reden.


Die Adam Opel AG ist mit über 25.000 Mitarbeitern (Stand: 2009) einer der größten deutschen Fahrzeughersteller. Der Unternehmenssitz und das Stammwerk liegen in Rüsselsheim. Weitere Produktionsstätten sind in Bochum und Eisennach. Motoren und Komponenten werden zusätzlich in Kaiserslautern hergestellt. In sechs weiteren Werken von General Motors Europe werden ebenso Opel-Fahrzeuge hergestellt. Für Europa und den Nahen Osten ist Opel die Hauptmarke von General Motors. Ebenso werden die Fahrzeuge in Russland, Indien, China und Südafrika verkauft. In Deutschland gab es 2010 über 233.000 Opel-Neuzulassungen, was einen Marktanteil von 8 Prozent ausmacht. Seit 2011 ist das Unternehmen wieder eine Aktiengesellschaft. Vorstandschef ist Karl-Friedrich Stracke, der zuvor als Chefentwickler bei GM beschäftigt war.



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